Blutzucker messen

Was ist Blutzucker?

mg/dl
mmol/l
Bitte beachten Sie, dass wir lediglich unterstützend Berechnungen zur Verfügung stellen. Im Zweifelsfall konsultieren Sie immer Ihren Hausarzt!

Rund 6 Mio. Menschen sind in Deutschland an Diabetes erkrankt. Das bedeutet, ungefähr jeder dreizehnte Mensch in Deutschland leidet unter dieser Erkrankung. Im Volksmund heißt Diabetes auch oft, diese Menschen sind „zuckerkrank“. Daraus läßt sich schon herleiten, dass unser Blutzucker-Wert etwas mit dieser Erkrankung zu tun hat.

 

Tatsächlich bestimmt die Höhe des Glucosespiegels im Blut eines Menschen den Wert unseres Blutzuckers. Unser Körper braucht die Glucose, um das Gehirn, das Nierenmark und auch die roten Blutkörperchen mit Energie zu versorgen.

 

Obwohl alle Diabetes-Formen den erhöhten Blutzuckerspiegel gemeinsam haben, ist Diabetes nicht gleich Diabetes. Es gibt einige ganz unterschiedliche Formen der Zuckerkrankheit.

 

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung

 

Blutzucker messen

Eine vorsichtige Schätzung geht davon aus, dass weltweit fast 7 Prozent der Bevölkerung an Diabetes erkrankt sind. Aktuell schätzen Forscher, dass die Zahl der Diabetes-Patienten bis 2030 auf 8 Prozent der Welt-Bevölkerung ansteigt. Das wären dann knapp 440 Mio. Menschen auf der Welt.

 

Alleine in Deutschland würde das bedeuten, dass die Zahl von aktuell 6 Mio. auf 8 Mio. Diabetes-Patienten ansteigt.

 

Um die Erkrankung festzustellen, wird in der Regel das Blut eines Menschen untersucht. Ist der Wert des Blutzuckers auffällig, so spricht man von einer Zuckererkrankung oder medizinisch ausgedrückt von einer Diabetes.

 

Die häufigsten Zuckererkrankungen sind:

 

 

 

Der Blutzuckerwert ist ein wichtiger medizinischer Messwert

 

Diabetes-Patienten müssen regelmäßig den Blutzucker messen. Sind die Zuckerwerte dauerhaft erhöht, so liegt eine Überzuckerung des Blutzuckerspiegels vor, die Medizin spricht dann von Diabetes mellitus.

 

Für Diabetiker ist es wichtig, die Blutzuckerwerte in einem Gleichgewicht zu halten. Denn Diabetiker leiden auch immer mal wieder unter einer Unterzuckerung. Das hat beispielsweise eine Verminderung der Hirnleistung, Krampfanfälle, eine Adrenalinausschüttung, Schweißausbrüche, bis hin zu zittrigen Händen zu Folge. Selten kann eine Unterzuckerung zu einem Schock führen.

 

Wenn wir nicht unter Diabetes leiden, dann wird unser Blutzuckerspiegel durch Hormone in der Bauchspeicheldrüse reguliert. Steigt der Blutzuckerspiegel wird Insulin abgesondert, sinkt der Blutzucker so wird Glucagon frei gesetzt.

 

  • Blutzuckerwerte zu hoch = Hyperglykämie
  • Blutzuckerwerte zu niedrig = Hypoglykämie

 

 

Wie werden Blutzuckerwerte bestimmt?

 

Diabetes-Patienten mit Typ 1 Diabetes müssen den Blutzuckerwert in der Regel mehrmals am Tag ermitteln. Um die benötigte Insulinmenge, anhand des Wertes, zu berechnen.

 

Um den Zuckerwert eines Diabetikers zu bestimmen, wird eine Blutprobe benötigt. Diese Blutprobe erfolgt aus Kapillarblut. Um den Blutzuckerspiegel zu messen nutzen Diabetiker heutzutage ein praktisches und leicht zu bedienendes Blutzuckermessgerät.

 

Grundsätzlich gibt es aber verschiedene Möglichkeiten den Blutzucker zu messen und auch ihn zu berechnen beziehungsweise anhand der Werte aus einer Blutzuckerwerttabelle zu entnehmen:

 

Amperometrische Messung

Bei einer Amperometischen Blutzuckermessung wird das Blut zur Bestimmung der Blutzuckerwerte über einen Teststreifen gesaugt. Das Blut kommt danach in Kontakt mit Elektroden und Glucose-Oxidase. Anhand dieser Messung kann das Gerät dann den Wert des Blutzuckerspiegels bestimmen.

 

Optische Messung

Auch bei der optischen Blutzuckermessung wird Blut über einen Teststreifen eingezogen. Das Blut wird in ein sichtbares Testfeld transportiert. In diesem Testfeld sind chemische Stoffe gelagert. Bei einer Reaktion der chemischen Stoffe mit dem Blut entsteht eine entsprechende Reaktion. Aufgrund dieser Reaktion ändert sich auch die Farbe im Sicht-Testfeld. Anhand der Farbe kann nun der Zuckerwert bestimmt werden.

 

Urin-Messung

Es ist es auch möglich, den Blutzucker über den Urin zu messen. Doch diese Form der Messung gilt als sehr unzuverlässig. Denn bei dieser Messung wird, anhand eines Messstreifens, der Glucosewert im Urin gemessen. Da sich Glucose aber wirklich nur dann nachweisen lässt, wenn eine sehr hohe Konzentration vorhanden ist, wird diese Form der Messung in der Regel nicht mehr angewendet.

 

Nichtinvasive Messung

Diese Form der Messung passiert ohne Blutentnahme. Trotzdem kann der Blutzucker gemessen und somit der Zuckerwert bestimmt werden. Dank der modernen Technik, kann so eine Messung beispielsweise durch den Einsatz mit einem speziellen Lasers erledigt werden. Derartige Messmethoden sind aber aktuell noch Zukunftsmusik, denn sie befinden sich aktuell in der Entwicklung und Zulassungsprüfung.

 

Um die Blutzuckerwerte anhand des Blutes zu bestimmen, werden die ermittelten Werte umgerechnet. Auch hier gibt es verschiedene Maßeinheiten. Am häufigsten wird die Maßeinheit Millimol pro Liter oder aber Milligramm pro Deziliter genutzt. Zur Hilfestellung nutzen Diabetes-Patienten auch eine Blutzuckerwerttabelle.

 

Formeln zur Umrechnung der Blutzuckerwerte:

 

  • mmol/l = mg/dl x 0,0555
  • mg/dl = mmol/l x 18,02

 

Millimol pro Liter Milligramm pro Deziliter
2,0 36
2,2 40
3,0 54
3,3 60
4,0 72
4,4 80
5,0 90
5,6 100
6,0 108
6,7 120
7,0 126
7,8 140
9,0 162
10,0 180
11,1 200
13,0 234
15,0 270
16,7 300

 

 

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